Beratungen aus dem Ausland

BERN. Der führende Telemedizin-Anbieter Medgate lässt Schweizer Patienten neu am Telefon von Ärzten aus Deutschland beraten. Patientenschützer reagieren kritisch, der Ärzteverband hat kaum Bedenken.

22. November 2015, 06:55
TOBIAS GAFAFER

Der Ärztemangel droht sich in der Schweiz in den nächsten Jahren zu verschärfen. Nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative dürfte es für die Leistungserbringer schwieriger werden, Ärzte wie bisher einfach im benachbarten Ausland zu rekrutieren. Vor diesem Hintergrund prüft der grösste Schweizer Telemedizin-Anbieter Medgate seit zwei Jahren, ob er Schweizer Patienten künftig am Telefon von Ärzten aus dem Euroraum beraten lässt.

Nun hat Medgate-Geschäftsführer Andy Fischer seine Pläne in die Tat umgesetzt. Seit gut einem Monat führt das Unternehmen Telefonberatungen aus Deutschland durch, wie er gegenüber der Ostschweiz am Sonntag bestätigt. Vorderhand handelt es sich um zwei Ärzte; vier weitere sind in der Ausbildung zum Telemediziner. Wenn es nach Geschäftsführer Fischer geht, ist das erst der Anfang: Pro Monat will er weitere Ärzte aus Deutschland anstellen.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 22. November.


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