Das Nostalgie-Theater überbietet sich erneut

Balgach. Das Nostalgietheater Balgach hat sich mit «Grüezi» im Anspruch, in Kreativität, und Professionalität erneut gesteigert. Das Premieren-Publikum am Freitag in der Mehrzweckhalle Riet war hingerissen und rundum begeistert.
08. Oktober 2007, 00:30
René Schneider

Drei Jahre nach dem sehr erfolgreichen «Schwarzen Hecht» lud am Freitag das Nostalgietheater Balgach zu «Grüezi», seiner neuesten Produktion. Sie wird das Publikum an den kommenden 14 Aufführungen mindestens so begeistern wie das Premierenpublikum.

Obwohl der Theaterabend (mit zwei Pausen) dreieinhalb Stunden dauert, kommt keine Langeweile auf. Zu gut ist das Stück, zu abwechslungsreich das Spiel, zu kurzweilig die Unterhaltung; es gibt zu viel zu hören, zu sehen, zum Mitfühlen, zum Lachen. Zum Lachen sind die vielen komischen Einfälle von Regisseur Willy Hutter. Ein gefühlsrührige Ohrenschmaus ist die perfekte, sich aber jederzeit dem Spiel auf der Bühne anpassende und unterordnende Orchestermusik (Konrad Gonzenbach). Bewunderung und Staunen lösen die Kostüme der Akteure (Gesamtverantwortung Renate Sutter) und auch deren Masken (Verantwortung Renate Schawalder) aus. Zu Bestaunen sind auch perfekte Tanz-Szenen (Choreographie Esther Götti); und zur Verblüffung trägt bei, dass die Laien auf der Bühne dieses Mal nicht nur singen und spielen, sondern auch tanzen. Genauso verblüffend ist die von (Mitspieler) Jakob Oehler konzipierte Drehbühne. Sie überzeugt nicht nur technisch, sondern auch in der Gestaltung und ist vermutlich die erste Drehbühne überhaupt in einer regionalen Theaterproduktion.


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